Riesenpapierschiffchen falten auf der Hitzler Werft
Freitag, den 17. August 200715./16. August 2007
nachdem gestern die große Tetra-Pak-Papierfläche geschweißt wurde, konnte am heute das Papierschiff gefaltet werden. Das sperrige Material, insbesondere die komplizierteren Faltschritte scheinen schwieriger als erwartet. “Ganz schön anstrengend”, meint Arian nach 2 Stunden, “Und jetzt reicht’s auch!”.
Schiffsbauer:
Jule
Arian
Harun
Harald
Jon
Katharina
Frank
Werfti ‘Pavel’: “Am Ende der Welt, da war ich auch noch nicht”.
Sein Kollege Ümit würde gern als Passagier am Stapellauf teilnehmen: “Wenn das funktioniert, mache ich damit Urlaub”.
20. August 2007
Anruf von Skipper Jon: “Wir benötigen dringend noch eine Schwimmfähigkeitserklärung. Sonst kann ich eigentlich nicht fahren.” Ich erkundige mich beim Wasser- und Schifffahrtsamt. Dort rät man mir, bei der Hitzler Werft nach jemandem zu fragen, der ein solches Papier ‘mal eben‘ ausstellen kann.
In der Zwischenzeit haben sich die in der Werfthalle wohnenden Tauben über das neue Gefährt her gemacht. Werftleiter Herr Büker behauptet: “die zielen auf Alles, was neu in der Halle ist.” Werftarbeiter Chrisztof meint: “Das bringt Glück!”
21. August 2007
9 Uhr: Auf meine Nachfrage bei der Hitzler Werft nach einem Gutachter, antwortet Herr Büker, dass eine Schwimmfähigkeitserklärung, die bürokratischen Gesichtspunkten stand hält, ca. 30.000,– € kostet und bei Herrn Neumann von der SOK zu beantragen sei. Meiner Anfrage nach einer Sonderschwimmfähigkeitserklärung für das Papierschiff begegnet Herr Neumann mit dem Tip, es bei einem privaten Gutachter zu versuchen: Herr Wehr in Lauenburg.
Herr Wehr weist meine Anfrage nach einer Schwimmfähigkeits-
erklärung zurück und gibt zu verstehen, dass er als nächstes prompt auf Regress verklagt würde, wenn er diese erteile. Es könne nicht Sinn und Zweck seiner Tätigkeit sein, diese Erklärung willfährig zu erteilen. Auf meinen Einwand, dass ohne schifffahrtliche Risikobereitschaft Amerika noch nicht entdeckt sei, antwortet Herr Wehr, dass dies nichts mit meinem Anliegen zu tun hätte. Weiterhin behauptet er, dass jeder sehr wohl wisse, dass diese Fahrt nicht gut gehe. Er sei überhaupt zu jedem Spass bereit.




